Erfahrungsbericht – November Rollup und Storage Spaces

Mit dem November Rollup hat Microsoft einige Verbesserungen in den Storage Spaces versprochen. Da ich gerade beim Ausfallverhalten von JBODs einige Probleme hatte, habe ich natürlich sehnsüchtig auf das Update gewartet. Eines der Probleme, die damit behoben werden sollten war das aggressive Rebuild-Verhalten nach dem Ausfall eines JBOD. Ohne Rollup stellt es sich so dar, dass bei der Wiederinbetriebnahme des JBODs die Scale-Out Fileserver so intensiv mit dem Rebuild zu tun hatte, dass es letztendlich zu Bluescreens bei den Scale-Out Fileservern als auch der angeschlossenen Hyper-V Knoten kam. Ein weiteres Problem lag darin, dass nach dem Rebuild oft eine Virtual Disk im Status “Degraded” war, obwohl sowohl die Physical Disks, als auch der Status der Enclosues als “Healthy” angezeigt wurde. Um das Rebuild-Verhalten nochmals zu verbessern hat Microsoft in diesem Artikel noch ein paar Reg-Keys aufgeführt, die man ebenfalls dringend einspielen sollte. Grund genug, das Rollup so schnell wie möglich zu testen.

Die nun folgende Beschreibung betrifft die Umgebung, mit der ich getestet habe. Ob dies Verhalten auch in anderen Umgebungen auftritt oder nicht, kann ich nicht sagen.

Nach dem Einspielen des Rollup und setzen der Registry-Keys habe ich meine Ausfalltests wiederholt. Leider konnte ich keinerlei Veränderungen feststellen. Wieder ist die gesamte Umgebung beim Rebuild zusammengebrochen und wieder war eine Virtual Disk anschließend im Status “Degraded”. Das Verhalten des ganzen Systems war also so wie vor dem Einspielen des Rollup.

Da der Degraded-Status nicht mehr zu beheben ist, ohne die Virtual Disks neu aufzubauen, habe ich mich entschlossen, die gesamten Storage-Spaces abzureißen und neu aufzubauen. Anschließend habe ich die Tests erneut durchgeführt und wurde ziemlich überrascht. Auf einmal klappte alles wunderbar. Der Ausfall eines JBOD wurde super verkraftet, auch der anschließende Rebuild lief ohne Probleme durch. Nach dem Rebuild waren alle Virtual Disks im Status “OK”. Diesen Tests habe ich mehrmals wiederholt. JBODs stromlos geschaltet und wieder in Betrieb genommen. Storage-Spaces abgerissen und wieder neu aufgebaut. Auch nach mehrmaligen Tests waren keine Probleme mehr zu identifizieren.

Mein Fazit, welches ich durch die Erfahrungen in meiner Umgebung sammeln konnte: Das Rollup behebt wie angekündigt eine ganze Menge an Fehlern in den Storage-Spaces. Damit das Rollup zieht, müssen jedoch eventuell die Storage-Spaces neu aufgebaut werden. Da ich bisher keine Produktivdaten auf der Umgebung habe, war das für mich recht einfach realisierbar. In einer bereits produktiven Umgebung sehe ich allerdings erhebliche Probleme bei dieser Vorgehensweise. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Verhalten in meiner Umgebung eine Ausnahme war.

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