Nested-VM auf Azure

So langsam erscheinen sie überall auf Azure – die Powermaschinen, mit denen Nested Virtualisierung möglich ist. Für diejenigen, die die Funktion noch nicht kennen, unter diesem Link habe ich das Feature seinerzeit ausführlich erklärt.

Neben den Dv3 und den Ev3 Maschinen gibt es noch die M-Series bei dem das Herz eines jeden Admins höher schlägt. Ich habe mir im East-US2-Azure-Rechenzentrum zum testen eine M128S VM aufgebaut, deren Eckdaten sich durchaus sehen lassen.

– 128 CPU Kerne

– 2TB RAM

– 12 TB exklusiver SSD Readcache

Das Bild des Taskmanagers sagt mehr als 1000 Worte:

Taskmanager

Wir reden übrigens immer noch von einer virtuellen Maschine!! Mit 2 TB RAM!! Und damit ist das Limit noch nicht erreicht, es gibt noch größere VMs, die sogar die 3-TB-Grenze knacken. Die VMs der M-Series sind jedoch noch nicht in allen Azure Rechenzentren verfügbar, aber nach und nach werden sie sicherlich auch in Europa erscheinen. Man sollte nur beachten, dass man ggfs. eine Coreerhöhung per Supportcall beantragen muss, da die 128 Cores etwas über dem Standard liegen Smiley

Zugegeben sind diese Maschinen mit 16,22 Euro pro Stunde!! nicht gerade ein Schnäppchen, aber wenn man die Möglichkeit hat diese zu betreiben, kann man hier extrem komplexe Umgebungen aufbauen, die performancemäßig keine Wünsche offen lassen. Mal eben einen Hyper-V- oder Storage Spaces Direct Cluster mit mehreren Knoten aufzubauen ist absolut problemlos. 32GB RAM, 64GB RAM, 128GB RAM – egal, bei 2 TB kann man aus dem Vollen schöpfen. Meiner Meinung nach gerade für IT Pros optimal geeignet um Testumgebungen aufzubauen.

Der Microsoft Azure TSP Daniel Neumann hat auf seinem Blog einen sehr interessanten Artikel geschrieben, in dem er beschreibt wie er sogar eine AzureStack Testumgebung innerhalb einer Azure Nested-VM betreibt.

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