Microsoft Project Kepler-47

Heute möchte ich kurz etwas zum Microsoft Research Project Kepler-47 schreiben. Eins vorab, bei dem Projekt handelt es sich um ein Proof of Concept, was es wahrscheinlich auch bleiben wird. Ob es jemals in dieser Konfiguration zu erwerben ist, ist eher zu bezweifeln.

Aber was genau ist Project Kepler-47? Es handelt sich dabei um eine besondere Implementierung des Storage Spaces Direct Features, welches erstmals im Windows Server 2016 Einzug gehalten hat. Microsoft Produktmanager Claus Joergensen hat Project Kepler-47 mit folgenden Worten beschrieben. “We want to find out, how low can we go”.

Ziel des Projektes ist, herauszufinden, wie klein und vor allem günstig man eine komplette Hyperconverged Storage Spaces Direct Infrastruktur aufbauen kann. Hierzu sind NAS-Gehäuse, Mini-ITX Boards, 32GB RAM und eine Plattenkonfiguration von 2 mal SSD und 6 mal HDD zum Einsatz bekommen. Die Gesamte Konfiguration besteht aus 2 dieser Geräte, die auf dem folgenden Foto zu sehen sind:

 

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Verbunden sind die beiden Geräte nicht etwa über RDMA oder sonstige etablierte Techniken, sondern mit Thunderbolt 3 – ein ganz neuer Ansatz.

 

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Auf diesem Cluster laufen in dem POC ca. 10 VMs mit einer sehr ordentlichen Geschwindigkeit. Über die genauen IOPS schweigt sich das Projekt aber leider aus. Besonders hervorzuheben ist der Preis dieser Lösung. Da es sich um Standard Hardware handelt, sind hier gerade mal knapp 2.200 $ investiert worden.

Ich persönlich finde diese Kombination für Testzwecke extrem interessant. Einfach so nachbauen, geht wahrscheinlich nicht so ohne weiteres, da die Platten nicht über einen HBA verbunden sind und auch die Thunderbolt 3 Verbindung nicht wirklich unterstützt wird. Im direkten Gespräch mit Claus Joergensen wurde mir jedoch etwas Hoffnung gegeben, dass sich dies in Zukunft ändern kann. Ich wäre jedenfalls ein definitiver Kunde.

 

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Zum Abschluss noch ein paar Slides aus der Präsentation:

 

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